Besuch der Ausstellung über Care-Arbeit in der Albertina

Die Schülerinnen der Unverbindlichen Übung „Gleichstellung und Vielfalt“ nahmen am 13.4.2026 an einer interaktiven Führung der Ausstellung Care matters in der Albertina teil. Dabei erhielten sie spannende und anschauliche Einblicke in die behandelten Themen und konnten sich aktiv einbringen.

Die Ausstellung beschäftigt sich mit Care-Arbeit (Fürsorge und Pflege) als grundlegenden Bestandteil des menschlichen Zusammenlebens. Künstlerinnen machen dabei sichtbar, was oft übersehen wird: die meist von Frauen geleistete Sorgearbeit, die häufig unter schwierigen und prekären Bedingungen stattfindet.

Zentrale Inhalte der Ausstellung sind alltägliche Care-Arbeit, beispielsweise Tätigkeiten in der Küche, die durch künstlerische Objekte neu interpretiert werden. Außerdem wird Mutterschaft im Spannungsfeld zwischen Kunst und Beruf thematisiert. Ein weiterer wichtiger Bereich ist die Altenpflege, die durch berührende Fotografien dargestellt wird und den generationsübergreifenden Zusammenhalt zeigt.

Darüber hinaus veranschaulicht die Ausstellung die Entwicklung feministischer Kunst von der Avantgarde der 1970er-Jahre bis hin zu zeitgenössischen Positionen. Sie macht deutlich, wie sich künstlerische Ausdrucksformen und gesellschaftliche Perspektiven im Laufe der Zeit verändert haben. Ziel der Ausstellung ist es, die Bedeutung und den Wert von Care-Arbeit stärker ins Bewusstsein zu rücken.

Im Anschluss fand ein Malworkshop im Atelier statt, bei dem die Schülerinnen ihre Eindrücke kreativ verarbeiten konnten. Der Workshop bot ihnen die Möglichkeit, eigene Gedanken und Gefühle künstlerisch auszudrücken.

Der Besuch in der Albertina bot den Schülerinnen viele interessante Einblicke und regte zum Nachdenken über die gesellschaftliche Bedeutung von Care-Arbeit und Gleichstellung an.

Alexandra Allraun und Matthias Seidl